CD Lullaby of Birdland

 

"Lullaby of Birdland"

Kurt Prohaska Trio  live at Joe Zawinul's Birdland, Vienna

 
  1. Lullaby of Birdland (George Shearing)
  2. Caravan (Duke Ellington, Juan Tizol)
  3. Misty (Erroll Garner)
  4. Rhythm-A-Ning (Thelonious Monk)
  5. Lady Luck (Thad Jones)
  6. Nardis (Miles Davis)
  7. Whisper Not (Benny Golson)
  8. Naima (John Coltrane)
  9. Hi-fly (Randy Weston)
  10. Interface (Hank Jones)

 
Recorded at Joe Zawinul's Birdland, Vienna, on February 14, 2008
Mastered and mixed by Andreas Willert
Produced by Andreas Willert

 

Die Aufnahme:

Als im Februar 2008-Programm von Joe Zawinul's Birdland in Wien erstmalig der Name Kurt Prohaska aufschien, war klar: da hat es einer geschafft. Konsequent hatte sich der Wiener Jazzpianist von privaten Partys und Firmenveranstaltungen über Restaurants und Hotels zuerst in kleinere österreichische Musiklokale gespielt, um in den letzten Jahren in die Riege der spärlich gesäten, aber dafür musikalisch umso anspruchsvolleren Wiener Jazzclubs allererster Prägung aufzusteigen. Sein Debüt in Wiens namhaftestem und exquisitestem Club stellt den vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung dar.

Als langjähriger Freund von Kurt Prohaska wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, dieses besondere Konzert live mitzuerleben und es für die Nachwelt aufzuzeichnen. Kurt kündigte mit dem blutjungen Bernd Klug am Bass und dem international erfahrenen Drummer Thomas Marktl ein ausgesprochen viel versprechendes Trio an, das in dieser Kombination ebenfalls ein Novum darstellte. Das Programm des Abends sollte eine Reminiszenz an das Original-Birdland in New York sein, eine Hommage an die größten Jazzmusiker aller Zeiten – jene Giganten, die zwischen 1949 und 1965 das Original-Birdland am Broadway in New York zum "Jazz Corner of the World" machten, darunter George Shearing,  Duke Ellington, Erroll Garner, Thelonious Monk, Miles Davis, John Coltrane, um nur einige zu nennen.

Aus dem kompletten Live-Mitschnitt des Kurt Prohaska Trios am 14. Februar 2008 im nahezu ausgebuchten Birdland habe ich eine Auswahl von 10 Stücken für diese CD zusammengestellt – und die Wahl ist mir sehr schwer gefallen. Mir erging es so, wie es ein zuhörender Musiker ausdrückte: "Der Groove ist von Nummer zu Nummer gestiegen." Ich habe schließlich das genommen, was ich für das Repräsentativste dieses bemerkenswerten Trios halte.

In allen Interpretationen ist die Nähe, Bewunderung und Verehrung Kurt Prohaskas für die klassischen Giganten des Jazz hör- und spürbar. "Ich würde gerne heute wie Fats Waller, morgen wie Duke Ellington und übermorgen wie Thelonious Monk klingen – und am liebsten wie mein Freund und Mentor Hank Jones", drückt Kurt Prohaska seine Affinität zu seinen pianistischen Vorbildern aus. Und fügt gleich schmunzelnd hinzu: "Aber ich klinge immer nur wie Kurt Prohaska." Möge es so sein!

Liner Notes: Andreas Willert

Kurt Prohaska Trio das ist:

Der Pianist Kurt Prohaska pflegt die von swingenden Urgesteinen wie Art Tatum und Teddy Wilson begründete Klaviertrio-Tradition und führt sie über den Bebop bis in die Post-'Bop-Ära. Er fühlt sich den großen Komponisten, Arrangeuren und Interpreten des Jazz in besonderem Maße verbunden und erweckt deren Musik in sehr persönlicher Weise zu neuem Leben. Unverkennbar ist der Einfluss der lebenden Jazzlegende Hank Jones   er ist der eindeutige Mentor von Kurt Prohaska.

Der Bassist Bernd Klug zählt zu
den ganz jungen "Löwen" der österreichischen Musikszene. 2007 beendete er sein Bakkalaureatsstudium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien mit Auszeichnung. 2005 erhielt er Stipendien bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik und der Impuls Ensembleakademie Graz. Er arbeitete unter anderem im Vienna Bolling Project, mit Michael Horowitz und Jeff Frohner, in diversen Musicals und TV-Shows. Im Sommer 2007 begleitete er den britischen Star-Saxophonisten Andrew Young auf seiner Europatournee.

Der Schlagzeuger Klemens Marktl hat am Kärntner Landeskonservatorium bei Prof. Bachträgl und Prof. Neuwirth sein Diplom mit ausgezeichnetem Erfolg gemacht. Danach studierte er in Amsterdam und Den Haag und wurde dort zum Master of Music. Mehrjährige Studienaufenthalte in New York führten ihn mit der Crème de la Crème der heutigen Jazz-Drummer zusammen – darunter Jeff Hamilton, Lewis Nash und Jimmy Cobb. Klemens Marktl arbeitete mit einer Vielzahl an international tätigen Jazz-Größen, etwa Lee Harper, Erich Kleinschuster, Barry Harris und Kenny Werner.