Ziel und Anliegen der Stiftung
Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele ist eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit, Wohlbefinden und psychische Stabilität eines jeden Menschen. Die Entwicklung der westlichen Gesellschaft hat sich in der Vergangenheit sehr stark am Geistigen orientiert. (Im Sinn von Körper, Geist und Seele ist der Geist als Verstand bzw. Gehirn gesehen und damit rational, materiell.)
Parallel dazu haben technische Erneuerungen, die uns das Leben auf der einen Seite erleichtern, auf der anderen Seite zur Vernachlässigung unserer Körper vor allem durch Bewegungsmangel geführt.
Sieht man sich die Lebensumstände heutiger Kinder und Jugendlicher an, dann ist die ungebremste Fortsetzung dieses Trends zu erkennen.
Die Lehrpläne an den Schulen sind stark theoretisiert. Praktische Inhalte entfallen zunehmend und den Lehrkräften bleiben immer weniger Freiräume für praktischen Unterricht. Quintenzirkel auswendig lernen, steht vor aktivem Musizieren. Im Religionsunterricht werden die Inhalte und Zielsetzungen der Weltreligionen theoretisch erörtert und obwohl alle Religionen gemeinsame Elemente haben, zum Beispiel das Beten, bzw. Meditieren oder die Entwicklung von Mitgefühl, werden diese Elemente nicht praktiziert.
In den Kirchen verstummen die Gemeinden und nicht selten hört es sich so an, als würde der Pastor die Kirchenlieder alleine singen.
Als Ausgleich gibt es Fernsehen, Computer und MP3 Player. Der Trend zu einem imaginären passiven Leben ist offensichtlich.
Ein zunehmend größerer Teil der Bevölkerung schaut sich Fußball lieber im Fernsehen an als es auf dem Fußballplatz selber zu praktizieren. Aktives Musizieren im persönlichen Bereich ist ersetzt durch passives Hören von Musik auf MP3 Player.
Die gesellschaftlichen Probleme
Die Auswirkungen dieser gesellschaftlichen Entwicklung sind deutlich zu erkennen im kontinuierlichen Anstieg der so genannten Zivilisationskrankheiten. (Krebs, Arteriosklerose, Wirbelsäulenleiden ...), aber auch die psychischen Krankheiten steigen explosionsartig. Trotz enormer Entwicklungen in der Medizin kann dieser Trend nicht aufgehalten werden.
Aber nicht nur im Gesundheitsbereich sind die Auswirkungen zu erkennen. Parallel dazu steigt die Anzahl der Kinder mit Lernproblemen dramatisch an. Das Niveau an deutschen Hauptschulen ist in den letzten Jahrzehnten erschreckend gesunken. Fehlt die Bildung, dann steigen Arbeitslosigkeit und damit das Potential für Kriminalität.
Die stetige Zweiteilung der Gesellschaft schreitet kontinuierlich voran und sorgt für zunehmende gesellschaftliche Probleme in allen Bereichen.
Das Ziel
Nach dem Dalai Lama ist Empathie (Mitempfinden) einer der wesentlichen Schlüssel für die Beseitigung des Leidens auf dieser Welt. Dieses Mitempfinden verarmt in einer virtuellen Welt und wird gesteigert, wenn Situationen real durchlebt werden.
Was wäre, wenn der Biologieunterricht zu 50% durch Naturbeobachtungen in der freien Natur stattfinden würde?
Was wäre, wenn Kinder Adventure- (Abenteuer) Spiele anstelle auf dem Computer aktiv in der Natur mit Körper Geist und Seele erLEBEN würden? Was, wenn Sie in spielerischen Auseinandersetzungen die realen Gefühle durchleben, körperliche Zustände wie Erschöpftheit oder Schmerz durch Verletzungen real erfahren anstelle es am Computer virtuell im Kopf zu erleben?
Was wäre, wenn im Religionsunterricht aktiv für die Heilung dieser Welt gebetet oder darüber meditiert würde und unsere Kinder die dadurch einsetzende geistige und seelische Beruhigung und Ausgeglichenheit, steigende Konzentrationskraft und Fokussierung direkt erfahren würden?
Was wäre, wenn im Musikunterricht Töne gesungen würden und unsere Kinder die seelische Wirkung des Klingens und den damit verbundenen sofortigen Anstieg des Serotonin-Spiegel (Glückshormon-Spiegel) erfahren würden?
Was wäre, wenn der Schulchor einmal im Jahr mit einem afrikanischen Schulchor ein gemeinsames Konzert gibt und damit verbunden die Kinder tiefen seelischen Kontakt zu den verschiedenen Weltbevölkerungen erfahren.
Könnten diese Kinder dann noch ignorieren, dass Kinder in anderen Regionen dieser Welt verhungern, dass die auf dem Computer schmerzfrei ausgeübte Gewalt in der Realität heftige Schmerzen und Leid verursachen kann, dass unterschiedliche Religionen kein Anlass für kriegerische Auseinandersetzungen sind, weil dahinter die selben Menschen stehen mit den selben Gefühlen, Ängsten und Hoffnungen?
Die Hoffnung des Stiftungsgründers Andreas Willert ist, dass diese Kinder zukünftig eine andere Politik betreiben als es die heutige Generation praktiziert. Dass diese Politik geprägt ist von Mitempfinden gegenüber der Zerstörung der Umwelt und den Auswirkungen von Gewalt und Armut.
Ebenso hält der Stiftungsgründer das aktive Musizieren für eine der effektivsten Möglichkeiten Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen und damit die Voraussetzung zur natürlichen Entwicklung von Empathie zu schaffen.
In diesem Sinn hat die „Stiftung Andreas Willert" das Ziel aktives musizieren im frühen Kindesalter und bei der Jugendlichen vor allem in sozialen Brennpunkten aktiv zu unterstützen und hierfür benötigte Mittel an Kindergärten, Schulen und privaten Initiativen bereit zu stellen.
